<< >>










Entwerfen und Bauen

Grundlagen
Im Dialog mit dem Auftraggeber erarbeiten wir einen präzise umschriebenen Bedürfniskatalog. Dieser Auseinandersetzung wird eine hohe Wichtigkeit beigemessen. Die Interpretation der oft vagen Vorstellungen eines Bauvorhabens ist der erste Schritt im kreativen Prozess. Ein unvoreingenommenes Verständnis der projektspezifischen Anforderungen und Möglichkeiten bildet zusammen mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Analyse des Bestandes und des Kontextes unsere Arbeitsgrundlage.

Entwurfsprozess
Wir verstehen Entwurf als einen undogmatischen Prozess. Unvoreingenommen wird ein weites Feld von Möglichkeiten systematisch durchdacht und auf Grenzen, Qualitäten und Mehrwerte geprüft. Die Auswahl und Gewichtung der Bewertungskriterien ergibt sich aus dem Dialog mit dem Auftraggeber und variiert von Projekt zu Projekt. Sie überführt den rein analytischen Vorgang in eine architektonische Strategiebestimmung deren Prioritäten entsprechend sich unser Entwurfsprozess anpasst. Dies gewährleistet einen bewussten Umgang mit Ressourcen und eine Fokussierung auf die spezifischen Kernpunkte des Konzeptes. Da wir die Planung als einen integralen und nicht-linearen Prozess ansehen, wird von beginn an konsequent auch im Massstab 1:1 gedacht. Die Konzeption der Räume beinhaltet bereits eine Vorstellung der gebauten Details und somit der Materialität und Fügung, welche Einfluss auf den Entwurf hat. So ist die Entwicklung einer stimmigen und in sich kohärenten Struktur möglich, in welcher die Detaillösung jeder Gebäude- oder Raumecke aus einer übergeordneten Logik entspringt und nicht als additive Idee dem Entwurf zugefügt wird.

Umsetzung
Faktoren wie die Materialität, die Fügung, Proportionen und Kombinationen der Einzelteile sowie die Lichtführung sind massgebend f├╝r die Atmosphäre eines Raumes. So entsteht Ausdruck in der Art der Verarbeitung und nicht durch die Wahl teurer Materialien. Da dieser Ausdruck immer auf persönlicher Wahrnehmung beruht, werden Muster oder Modelle gebaut, Prototypen angefertigt, und Lichtsituationen real getestet. Selbst diese unmittelbarste Ebene der Architektur reiht sich in die Folgekette der Grundkonzeption ein, weshalb wir keinen Trends folgen und nicht an allgemeing├╝ltige Lösungen glauben. In der Kohärenz von Konzeption und gebauter Realität entsteht Identität, Eigenständigkeit, zeitlose Relevanz und letztendlich gute Architektur.

zurück